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Große Mauer @ JianKou

An einem schönen Spätsommer-Wochenende ging es mal wieder raus aus Peking in Richtung Norden um ein bisschen zu wandern, die Große Mauer bei JianKou war das Ziel. Von einem kleinen Dorf am Fuße des Berges ging es nach oben, zum Ende hin wurde es dann doch etwas steil und die Mauer nur über eine wackelige Holz-Draht Leiter Konstruktion und eine Benutzungsgebühr von RMB 3 zu erreichen. Eine schöne kleine Wanderung. Geplant ist bald noch einmal dorthin zu fahren und dann Von JianKou nach MuTianYu auf der Mauer entlang zuwandern. An dieser Stelle möchte ich noch auf ein tolles Forum hinweisen, nämlich das Greatwallforum da findet man viele gute Informationen zur Großen Mauer.

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Die Schwester und der Nerdschwager 2

Am Sonntag ging es dann heldenhaft in aller frühe, getreu dem Mao Motto „Es ist kein wahrer Held, der nicht auf die Große Mauer gestiegen ist“, nach Mutianyu zur großen Mauer. Der Abschnitt Mutianyu liegt nordwestlich ca. 70 km von Beijing entfernt. 1569 wurde der Teil wiederaufgebaut und ist noch recht gut erhalten. Angeblich handelt es sich bei Mutianyu um ein nicht so touristisches Stück der Mauer, nach dem Spiessrutenlauf vorbei an zahlreichen Händlern und Verkaufsständen (looky, looky! hey sir want buy! t-shirt one dollar! …) denkt man sich auch nur wenn das nicht so touristisch ist, dann muss der andere Abschnitt ja die Hölle sein. Mit der Seilbahn ging es dann nach oben und sind dann bei herrlichem Herbstwetter auf der Mauer spaziert. Schon echt beeindruckend, wenn man bedenkt, dass die Mauer irgendwann mal 5000 km lang war und sich über jeden Hügel und Berg schlängelt. Genügend Bilder gibt es unten zu sehen. Runter ging es dann mit einer Sommerrodelbahn. Ach hätte das Spaß gemacht, wenn mich der Nerdschwager nicht ständig aus gebremst hätte. Eigentlich war ich ja davon überzeugt, dass toll wie er alles kann auch das toll kann und am schnellsten sein wird und er hat sich ja auch noch die Erklärung durch gelesen?! Scheint so als ob die Mechanik (Hebel nach vorne beschleunigen, Hebel nach hinten bremsen) zu simpel für ihn war. Naja, hat trotzdem Spaß gemacht. Nach der Mauer ging es dann noch zu den Ming-Gräbern. War ganz nette aber mehr Mauer wäre besser gewesen, denn sieht wieder sehr ähnlich aus wie die vielen anderen Tempel und historischen Anlagen und im Keller (Grabkammer) gibt es dank der Kulturrevolution auch nicht viel zusehen. War aber ein echt schöner Tag und auf der Rückfahrt nach Beijing gab es dann noch 3 Stunden lang den sonntäglichen Rückreiseverkehr zu betrachten.

Ansonsten waren die familiären Aktivitäten auf die Abendstunden beschränkt, da gab es dann eigentlich immer gutes Abendessen mit viel Bier und zu hause meist noch ne Dvd mit noch mehr Bier. Am Samstag hab ich die Beiden dann zum Flughafen begleitet, mich vorher allerdings noch auf das Abenteuer eines Frisörbesuches eingelassen. War ja auch mal Zeit nach knapp vier Monaten, war aber auch gar nicht abenteuerlich, ich hab mal mit den Fingern kurz gezeigt wo wie lang und ihn dann machen lassen. Schneiden und Zweimal waschen fuer 2 Euro kann man nichts sagen, eigentlich hätte es auch noch eine Massage gegeben, aber auf die hab ich wegen der nervösen Schwester verzichtet.

Nach zwei Wochen WG-Leben ist einem dann doch langweilig, wenn die Mitbewohner plötzlich wieder weg sind, hat allerdings auch den großen Vorteil das ich wieder in meinem Bett schlafen kann.

Bis dann, shake hands, grüß grüß!

 

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