Tine ist schul(z)d

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Paralympics 2008

September 24, 2008

Alles ist vorbei, in Peking kehrt wieder  “Normalität” ein, Sonntag war der erste Tag nach Olympia an dem wieder alle Autos fahren durften und siehe da die Strassen sind einfach nicht breit genug, in der U-Bahn Station sind wieder DVDs und Blumen erhältlich….

Es war eine angenehme Zeit hier in Peking während der Spiele, der guten Luft und des gemütlichen Verkehrs wegen. Und es war auch nett bei einem offiziellen Event im Vogelnest dabei gewesen zu sein und von der Atmosphäre kosten zu können. Der Olympiapark ist  nett gemacht, hat  mich  ein bisschen an die EXPO2000 in Hannover erinnert.  Das Stadionkonstruktion ist großartig, mit jedem Schritt den man macht, hat man neue Eindrücke, Einblicke, Durchblicke. Liebe zum Detail überall, sei es die Wahl des Fonts für die Beschriftungen, die Toiletten Logos oder die Glas-Brüstungen…. natuerlich gibt auch Sachen die nicht so gefallen wie etwa  die über-designeten spacigen Hängelampen oder die Treppenläufe, aber das Ding ist einfach beeindruckend und ein “muss man gesehen haben”. Im Stadioninneren geht es eher konventionell zu und dafür das da 70.000 Menschen reinpassen war mein erster Gedanke  “Ach, das hab ich mir aber groesser voorgestellt.”, lag vielleicht daran, dass wir auf der obersten Tribüne Platz genommen haben und es ziemlich voll war. Jedenfalls hatten wir eine prima Sicht auf das sportliche Geschehen und es war interessant das mal in 3D zusehen und nicht immer nur in 2D auf dem Fernseher. Und ob da jetzt Paralethen oder Olympioniken um die Plätze kämpfen macht keinen Unterschied, insbesondere vor so einer Kulisse und einem Ticketpreis inkl. ÖPNV von gerade mal €5.

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50 Years of Architectural Design and Research Institute of HIT

September 23, 2008

50 Years of HITFreitag ging es mal wieder in das beschauliche Harbin, weder um dort einen Vortrag zu halten, das Visum zu verlängern noch um eine Präsentation zu begleiten, sondern um Geburtstag zu feiern. Mein Arbeitgeber, die Architektur und Designabteilung des Harbin Institute of Technology ist 50 geworden.

Ort des Geschehens

Chinesen sind gute Gastgeber, so wurde im lokalen Shangrila Hotel ein groszügiger Raum gemietet, der die geeignete Bühne für solch eine Veranstaltung bot. Etwa 600 Gäste waren geladen, davon gerade mal 5 Laowais, davon ich als einziger mit entsprechendem Hintergrund, die anderen waren Englischlehrer selbiger Universität, jedoch in der Linguistikabteilung angestellt. Es ist schon amüsant wie sich hier nach wie vor ein bisschen mit Laowais geschmückt wird. Da mein Chef und ich etwas zu früh aufgeschlagen sind, war das Interesse an meiner Person, bei Fotografen und Kameramänner die die Veranstaltung begleitet haben, unangenehm hoch. Hier eine Hand geschüttelt Klick!, da ins Gästebuch eingetragen Klick! Da blöd rumstehen und dumm aus der Wäsche gucken Klick! Ich betrachte das inzwischen einfach als Teil meines Jobs und lass es über mich ergehen.

Prof. Mei

Chinesen sind anscheinend schlechte Redner, wohl ein Überbleibsel des Kommunismus, da wird sich hinter dem Rednerpult versteckt, im Stakkato die Wörter abgefeuert und das Publikum nicht eines Blickes gewürdigt. Nach einer Vielzahl Lobreden eben dieser Art auf das HIT und einigen mehr oder weniger gelungenen tänzerischen Darbietungen ging es mit dem  Festessen  dem lockeren und lustigen Teil  des Abends entgegen. Chinesen sind gute Trinker (im Sprint) und so kommt der lustige Teil  bei solchen Essen in China immer schneller als erwartet, was an den hiesigen Trinkgewohnheiten liegt. Es  wird sich gerne zum trinken erhoben und der Becher geleert, einige Tische haben sich glaub ich gar nicht erst wieder gesetzt und sind einfach stehen geblieben… Ich musste dann auch noch für fünf Minuten arbeiten und mit meinem Chef eine Runde machen um mit einigen Klienten anzustoßen… Warum solche Anlässe dann allerdings immer fluchtartig verlassen werden müssen bleibt mir ein Rätsel.

Das war wieder ein großartiger tiefer Einblick in Chinesische Kultur, über solch ein Anlass könnte man ein ganzes Buch schreiben…

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Paralympics Werbung

September 17, 2008

Ebenfalls in vielen U-Bahn Stationen hängen diese Plakate, bin da einige Male dran vorbei gelaufen ohne überhaupt zu merken, dass es Werbung für die Paralympics ist und nicht für die “normalen” Spiele. Gut gemacht finde ich, der Sport steht im Mittelpunkt…

Paralympics 2008 campaign

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Reunion, Peace & Happiness

September 16, 2008

Ob es sich um Werbung für Familienzusammenführung handelt, für Pandabären oder Kuchen, hat sich mir erst nach Tagen offenbart, nachdem ich in einer andere U-Bahnstation weitere Plakate der Serie entdeckt habe. Es ist Werbung für die vom Erdbeben betroffene Region Sichuan, die mit den knuddeligen Pandas den Tourismus wieder ankurbeln will.

Warum Papabär allerdings so aggro guckt bleibt offen. Vielleicht hat er von den psychoaktiven bunten Blumen um ihn herum genascht oder er hat einfach einen schlechten Tag.

Reunion, Peace & Happiness

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Paralympics

September 8, 2008

Olympia ist vorbei, die stiefmütterlich behandelten Paralympics haben begonnen.
Das allgemeine Interesse an der Eröffnungsfeier der Paralympics war bei weitem nicht so groß, aber hat ebenfalls für nette Unterhaltung während einer “extended Happy Hour” in einer Kneipe mit Freunden gesorgt. Auch nutzen viele Leute anscheinend die günstigen Tickets um 2008 dabei zu sein, zumindest die Wochenendwettkämpfe sind in den beliebten Veranstaltungsorten ausverkauft. Ich freu mich auch schon, kommenden Samstag im Vogelnest zu sitzen.

Wollte ich gerade mal auf Spiegel. de checken was so los ist bei den Paralympics und wie der Medaillenspiegel aussieht, aber die Berichterstattung beschränkt sich auf Randnotizen und einen Artikel mit der Überschrift “Blindenhunde müssen draußen bleiben”. Das ein Diskriminierungsverbot (Art. 3 Abs. 3 Satz 2 Grundgesetz) erst seit 1994 im deutschen Grundgesetz verankert ist oder das, dass Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) erst seit 2002 existiert wird nicht erwähnt…
Beim lesen o.g. Artikels könnte man nun denken, dass aufgrund “vorausschauender” Gesetzgebung und vieler zu beachtenden Richtlinien (DIN 18024, LBO…) Deutschland also ein Paradies für behinderten Menschen ist. Ich möchte nicht wissen wie es um behinderte Menschen bestellt wäre, wenn in Deutschland nicht auch Privatpersonen, Verbände und Organisationen, für diese eintreten würden. Seltsamerweise wird von China in vielen Bereichen etwas erwartet was unsere Gesellschaften bis heute auch noch nicht geschafft haben.

Behinderten Taxi

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