Tine ist schul(z)d

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Golden Week – der Rest

October 14, 2007

Während der arbeitsfreien Woche gab es natürlich noch weitere Highlights. Angefangen mit der Talib Kweli Show am Montag. Lustiger weise hab ich vor dem Konzert meine amerikanischen Nachbarn getroffen, so wurde das zu einem recht lustigen Abend. So gerne ich Talib ja nun mag, die Show war aufgrund einer miesen Akustik nicht so der Hammer und das Ticket mit 180¥ hier schon eine Hausnummer. Erschreckend auch, dass man sich dort mal so überhaupt nicht in China gefühlt hat, ein Großteil des Publikums waren nämlich Expats. Die zweite Band, Ozomatli, haben trotz schlechter Akustik ordentlich Party gemacht. Lateinamerikanisch beeinflusste was auch immer Musik. Da hab sogar ich das Bein geschwungen. Donnerstag gab es dann noch mehr Musik, nämlich das Modernskyfestival im Haidian Park. Bin dort mit zwei meiner Arbeitskolleginnen hin gefahren. War ein nettes Festival mit viel chinesischer Musik, vielen hübschen Chinesinnen, Bier (5¥) und am Nachmittag dann schön Regen, Spaß gemacht hat es trotzdem.

Freitag gab es dann nochmal Sightseeing, Kultur, Architektur und Regeneration. Angefangen mit dem Neubau des Grand National Theaters von Paul Andreu. So richtig überzeugend finde ich das Ding nicht, sieht aber schon ganz gut aus wie das so im Wasser schwebt. Die Wasserfläche darf allerdings nicht betreten werden, weshalb eine Vielzahl mit Trillerpfeifen bewaffneter Wachleute um das gesamte Gebäude postiert sind und so eine ganz eigene Art von Theater entsteht. Anschließend ging es dann auf den völlig überfüllten Platz des himmlischen Friedens, aber muss man sich ja auch mal geben. Was die ganzen Menschen dort hin treibt, bleibt mir ein allerdings ein Rätsel, da kann ich mich auch auf den blöden Simeonsplatz in Minden stellen, da hab ich wenigstens meine Ruhe haha.

Bei den drei folgenden Park besuchen, könnte allerdings schön entspannt und durch geatmet werden, sagenhaft was so ein paar Bäume ausmachen.

Zhongshan Park, ein netter kleiner Park direkt angrenzend an die Verbotene Stadt, mit dem Altar der Erde und des Korns. Korn gab es keinen, aber dafür eine tolle Orchideen Ausstellung.

Jingshan Park, der höchste Punkt im Zentrum Pekings, mit einem wunderbaren Blick über die Verbotene Stadt und den ganzen Rest.

Beihai Park, ein großer See, ein alter Palast aus der Yuan Dynastie und eine 36m hohe weiße Pagode. Sehr schön auch als es dann dunkel und die Gebäude illuminiert waren.

 

Bussi

 

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Temple of Confucius

October 14, 2007

Letzte Woche war, wie schon erwähnt, frei und somit Zeit für ein bisschen Sightseeing. So hab ich mir dann einen Tempel als Ziel ausgesucht, diesmal den Tempel von Konfuzius. War auch wieder ganz nett und alles fleißig renoviert. Der Tempel wurde 1302 erbaut und im Laufe der Ming und Qing Dynastie erweitert. Das Tempelgelände ist etwa 22.000m² groß und es handelt sich um den zweit größten für Konfuzius errichteten Tempel. Zu erwähnen sind wohl auch die 198 Steintafeln auf den alle jinshi (Schüler) die das kaiserliche Exam während der Qing, Ming und Yuan Dynastie bestanden haben. Fand ich ja nicht so spannend, da sind die bis zu 700 Jahre alten Zypressen aufregender.

 

Danach ging es dann durch ein recht großes noch zusammenhängendes Hutonggebiet Richtung Drum & Bell Tower. Die Hutongs haben echt ihren Reiz und es macht einfach Spass da durch zu schlendern, um jede Ecke gibt es irgendwas neues zu sehen und zu entdecken. Toll ist auch die Flächendeckende Versorgung mit öffentlichen Toiletten dort, da die meisten Häuser dort kein eigens WC haben. Ist ganz drollig was für lustige Geräusche von dort nach draußen dringen oder wenn man eins betritt und den hockenden Männern bei dem erledigen wichtiger Geschäfte zu schauen kann. Als ich dann am Drum & Bell Tower angekommen bin, waren diese allerdings schon geschlossen, darum gibt es nur ein paar Bilder und vielleicht ein anderes Mal mehr darüber.

Servus

 

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Linie 5

October 12, 2007

Um Peking fit für die olympischen Spiele 2008 wird das, für eine „Weltstadt“ recht armselige, U-Bahn Netz von derzeit vier (wobei zwei Linien davon reine Vorort-Linien sind) um 5 Linien erweitert. Die eigentliche Bedeutung des alten U-Bahnnetzes (haha) war wohl auch mehr die eines riesigen Bunkers für den Ernstfall, als des ÖPNV. Wie dem auch sei, vergangenes Wochenende wurde nun die Linie 5 eröffnet, die sich mal ganz chinesisch von Nord nach Süd erstreckt. Menschen die täglich mit der Linie fahren, müssen bestimmt sehr glücklich sein bei soviel Ying und Yang. Bei den neuen U-Bahnstation Eingängen, haben sie aber tatsächlich mal ein glückliches Händchen gehabt oder eine ausländisches Büro beschäftigt, die sind nämlich meiner Meinung nach recht gut gelungen. Schlichte, einfache, nicht aufdringliche und sich der Umgebung anpassende Architektur, die auch im Hutong nicht stört.

Was ich nicht wusste, aber am Montag auf dem Weg zur Arbeit feststellen konnte, mit Eröffnung der neuen Linie wurde der Fahrpreis von 3¥ auf 2¥ gesenkt, was das morgendliche frottieren in der Bahn zu einem noch größeren und günstigerem Vergnügen macht als je zuvor. Freu ich mich auf den Sommer.

 

Servus, Bussi & Baba

Linie 5 - Yonghegong Station 2Linie 5 - Yonghegong Station

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2nd China International Architectural Exhibiton

October 1, 2007

Entweder sind meine Chefs noch vergesslicher als ich, ist es die chinesische Mentalität oder die sind einfach nur schüchtern wegen ihres nicht so dollen Englisch. Ich weiß es nicht!?, aber der Informationsfluss ist mal echt scheiße und das nervt gewaltig.

Freitag kurz vor Feierabend wurde mir nämlich mitgeteilt, dass ich am Montag anstatt ins Büro zu kommen doch zur 2nd China International Architectural Exhibiton kommen soll, was ich dann da allerdings tun soll wurde mir wiederum verschwiegen.

Nachdem ich schon mein Arbeitsplatz im Büro wechseln musste, so das ich auch wirklich von jedem der ins Büro kommt gesehen werden kann (guck wir sind eine tolle Firma, wir sind international) muss ich nun als Vorzeigeobjekt auf der o.g. Messe herumstehen. Juhu, endlich hab ich meine eigentliche Bestimmung gefunden.

Auf der Messe waren so ziemliche alle großen chinesischen Architekturbüros und I
Universitäten sowie eine Vielzahl von Baustoffproduzenten etc. vertreten. Unterscheiden tut sich eine chinesische Messe kaum von einer deutschen, die Leute nehmen alles mit was nicht angekettet oder festgeklebt ist mit, nach ein paar Stunden herumstehen tun einem die Füße weh und Langweilig wird es dann auch.

Der Montag war jedoch recht abwechslungsreich, kurzweilig und interessant. Chef hat eine gute Entscheidung getroffen, mich da zum präsentieren hin zu schicken. Keine Ahnung wie das zustande kam, jedoch war an unserem Stand plötzlich ein wahrerer Hype und ich durfte für eine chinesische Internetseite ein Interview geben. Als ich nach der Messe dann noch im Büro vorbei bin, wurde mir von meinem Chefs stolz berichtet, dass sie mich im Fernsehen gesehen hätten und ich doch bitte die kommenden drei Tage auch auf der Messe anstatt im Büro erscheinen soll. Haha, bin ich mein Geld also doch Wert!

So hat sich dann immerhin noch ergeben, dass ich im Oktober nach Harbin, an das Harbin Institute of Technology (für deren Tochterunternehmen acc ich hier ja arbeite), eingeladen worden bin um dort ein Vortrag im Rahmen der International Educational Week zu halten. Außerdem kann ich auf ein schönen Jahresendbonus hoffen, wenn alles gut geht, denn den einen Tag kam nämlich ein deutsch sprechender Mongole an unseren Stand, der in Ulaanbaatar ein Kommerz- Geschäfts und Wohnzentrum errichten möchte.

Und gestern, ja Sonntag, ist er tatsächlich bei uns im Büro zu einem ersten Gespräch erschienen. Warum ich am Sonntag im Büro bin und arbeite? Weil mir diese Sonderbehandlung als Expat doch etwas widerstrebt und meine Kollegen wegen der kommenden Golden Week (Gründung der PRC) vorarbeiten mussten.

Die Golden Week wurde übrigens 1999 von der chinesischen Regierung der Volksrepublik eingeführt, um den Binnenmarkt für Tourismus zu beleben, den allgemeinen Lebensstandard zu erhöhen und Verwandtschaftsbesuche über weite Strecken zu ermöglichen. Das scheint auch wirklich gut zu klappen, den es scheint so als ob halb China unterwegs ist, was auch durch entsprechend steigende Umsätze in der Tourismusbranche bewiesen ist.

Servus, Bussi & Baba

 

Hab ein Haufen unsortierte und doppelter Bilder auf Flickr hoch geladen, wen es interessiert hier

 

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Artwalk Beijing

October 1, 2007

Hat sich die gute Elyse vom Artwalk Beijing doch noch gemeldet und ich hab am Samstag beim 4. Artwalk Beijing etwas ausgeholfen. Was ist ein Artwalk eigentlich? Tja, es handelt sich um eine Veranstaltung die dazu gedacht ist, dem gemeinen Chinesen dem Weg zur zeitgenössischen Kunst etwas zu erleichtern. Allerdings klappt das nicht so ganz, den hauptsächlich wird die Veranstaltung von in Beijing ansässigen Expats besucht. Die vorherigen drei Artwalk Veranstaltungen fanden alle im 798 Dashanzi Art District statt, diesmal jedoch im Jiuchang Art District im Norden Pekings auf dem Gelände einer alten Bai Jiu Brennerei (chinesischer Schnaps). Es wurden am Samstag mehrere Ausstellungen in verschiedenen Galerien eröffnet und es gab eine Pecha Kucha Veranstaltungen, außerdem wurde in den verschiedenen Galerien wurde italienischer Wein verköstigt (irgend womit muss man die Leute ja locken). Ich und Blake, ein weitere Freiwilliger, hatten die Aufgabe möglichst viele Leute vom 798 in einen wartenden Bus zu verfrachten und zum Artwalk zu befördern. Im Teamwork, haben wir diese Aufgabe auch recht ordentlich erledigt und wir hatten sogar echte Chinesen an Bord.

War jedenfalls eine nette Veranstaltung mit vielen netten Leuten an einem schönen sonnigen Tag und der Abend war dann auch noch richtig nett. Lecker Lamm-spieße und jede Menge Bier auf der Straße vor einem der vielen kleinen schmuddeligen Restaurants Pekings.

 

Servus, Bussi & Baba

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798, Artwalk, Dashanzi, Pecha Kucha
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