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Büroeröffnung gmp

September 30, 2007

mein ADSL-Modem hat vor einiger Zeit den Geist aufgegeben, daher die lange Abstinenz.

Das hier sehr bekannte und renommierte deutsche Büro gmp ist innerhalb Beijings in neue, schöne Räumlichkeiten umgezogen und hat dies zum Anlass genommen eine doch recht ordentliche Party zu schmeißen. Die Party war auch recht ordentlich und da ja alles umsonst, ich am Ende ordentlich betrunken.

Das kuriose an der ganzen Sache ist das Herr Gerkan hier quasi den Status eines Popstars hat und ich denke unter chinesischen Studenten ein höheren Bekanntheitsgrad hat als in Deutschland. So war auch eine kleine Gruppe chinesischer Studenten anwesend die sich entsprechende Bücher haben signieren lassen. Ich hab ihm nur die Hand geschüttelt.

 

Servus, Bussi & Baba

Der alte Mann

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Lif(v)e in Beijing, Party
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gerkan, gmp
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Lama Temple – Yonghegong

September 17, 2007

Der Lama Tempel, Zentrums nah im Nord-Osten der Stadt gelegen wurde um 1700 erbaut. Die Anlage besteht aus fünf großen Hallen und fünf Höfen. Die Gebäude sind reichhaltig mit Ornamenten und Fresken verziert. Im inneren der Hallen befinden sich eine Vielzahl von Buddha, Dämonen und anderen Statuen, sowie Wandteppiche und Wandgemälden. Die Attraktion in der Attraktion ist aber wohl die ca. 18m hohe aus einem Stück sandel Holz geschnitzte Buddha Statue.

Im Zuge der überall stattfindenden Renovierungsarbeiten, um 2008 auch alles perfekt aussehen zu lassen, wirkt das ganze Ensemble, allerdings schon etwas wie Disneyworld. Fraglich ist, denke ich, in wie weit die Restaurierungs- und Renovierungsarbeiten dem tatsächlichen ehemaligen Zustand entsprechen. Auch das Hutong-Viertel, in dem der Tempel gelegen ist, wird renoviert, wodurch jedoch großenteils der ursprüngliche Charme verloren geht.

Wahrscheinlich aber ist wenigstens bis 2008 der Charme der Vergänglichkeit wieder zurück gekehrt, bei der Bauqualität. ;-)

 

Servus, Bussi & Baba

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Tempel, Yonghegong
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Juhu, die Putzfrau ist da!

September 15, 2007

Ist das schön, nie wieder putzen zumindest so lange ich hier in China bin. Muss jetzt nur noch jemanden für meine Wäsche finden.

Eigentlich wollte ich meinen Geburtstag ja mit den Kollegen in einem deutschen Restaurant feiern, allerdings haben sich meine Chefs ja schon was anderes überlegt und uns stattdessen ins Theater geschickt. Ein chinesische Komödie, ich fand es ja nicht so lustig (warum wohl). Theater ist hier auch mehr wie Kino, zwischendurch wird das mitgebrachte von Mc Donalds verzerrt und ständig telefoniert. Überhaupt haben die Leute hier ein sehr gutes Verhältnis zu ihren Mobiltelefonen. Telefoniert wird z.B. vor, während und nach dem Essen und eigentlich immer.

Um dann einem langweiligen Freitagabend zu entgehen hab ich die Kollegen dann am nachfolgenden Freitag zum Kulturaustausch ins deutsche Restaurant eingeladen. Naja die Küche ist schon eher von Stereotypen geprägt und eher süddeutsch, ich bin mir auch nicht sicher ob ihnen Labskaus geschmeckt hätte, überhaupt bin ich mir eh nicht sicher ob ihnen das Essen wirklich geschmeckt hat. Zumindest haben sie es gesagt, was hier allerdings nichts heißen muss. Jedenfalls war es recht amüsant anzusehen wie mit Messer und Gabel hantiert wurde und das viele Fleisch mit großen Augen angeschaut wurde. Meine Theorie, dass Chinesen trinkfest auf der Sprint-Distanz, aber nicht auf der Langstrecke sind, schient sich zu bestätigen ;-) War jedenfalls ein netter Abend und der Chef des Hauses hat sogar noch ein Geburtstagskuchen gebracht.

Zu meiner großen Freude, habe ich dann noch zwei Kollegen gefunden, die mit ins Mao gekommen sind um wieder eine seltsame chinesische Band zu sehen. Interessanterweise sah der Bassist wieder aus wie Tokyo Hotel, begleitet von entsprechendem Verhalten. Die Musik war eine Mischung aus, tja wtf war das eigentlich? Teenie soft pop rock mit deathcore gegrunze. Der Hauptakt „Rize“ aus Japan war gar nicht mal so schlecht, Crossover.

Gestern hab ich mich mit Hanna (arbeitet bei gmp und hab ich vorher über Xing kennengelernt) und ein paar anderen deutschen zum spannenden Frauenfußball gucken und anschließenden woanders weiter trinken getroffen.

So muss jetzt mein Platz wechseln so kann die Putze nicht weiter machen.

 

Servus, Bussi & Baba

 

So jetzt ist die Putzfrau weg. Hat hier schön sauber gemacht für umgerechnet 1,80€. Ich versteh nicht wie das funktioniert, wie können die davon leben, zu mal da ne ganze “Firma” dran hängt.

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Tian Tan – Temple of Heaven

September 13, 2007

Der Temple of Heaven wurde auf einem ca. 270 ha großem Gelände, südlich der verbotenen Stadt gelegen, um 1420 erbaut. Es ist die größte erhaltene historische “Opferstätte” in China. Die Anlage besteht aus drei Hauptgebäuden, dem Altar of Prayer for Good Harvests, Imperial Vault of Heaven und dem Circular Mound Altar sowie weiteren mehr oder weniger kleineren Nebengebäuden. Die drei Hauptgebäude liegen auf einer der in China sehr beliebten Nord-Süd Achse. Das ganze Gelände ist von einer ca. 4Km langen Mauer begrentzt und mit Zypressen bepflanzt.

Eine wunderschöne Anlage, herrlich und entspannend die Stille und das viele Grün, ein kleines Stück Himmel in der großen Stadt.

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Theater

September 9, 2007

Da beginne ich Donnerstag etwas lustlos meinen Arbeitstag, lustlos weil ich am Abend zuvor den Rudi vor der Kneipe sitzend getroffen habe und mit ihm ein kurzen Schnack gehalten und dabei ein paar Bier getrunken habe und es dann doch später wurde als gewollt… (Nebenaspekt solcher Gespräche ist, dass ich langsam Glaube, dass der Großteil der in Beijing lebenden Expats Englischlehrer ist, die weil sie anderswo nicht unterkommen in China landen. Genau wie mit den deutschen Architekten. Haha!)

Pünktlich um 0900 sitze ich vor meinem Rechner im Büro und versuche mich auf die Arbeit zu konzentrieren, doch zum Glück macht mir eine „chinesische Theatertruppe“ ein Strich durch die Rechnung, den ich bekomme eine mehrstündige Komödie (eigentlich eher Drama) auf dem von meinem Arbeitsplatz sichtbaren Dach gegenüber vorgespielt. Letztens gab es dort schon ein Fotoshooting, welches natürlich wesentlich attraktiver war ;-) Beginn der Vorstellung ca. 0930. Beteiligte, zwei auszutauschende Glasscheiben und 10 Statisten. Fünf Statisten betreten das Dach und tragen die Scheiben bei sich. Nach längerer Beratung welche Scheiben den nun auszutauschen sein, wird tatsächlich angefangen und die fünf Statisten beginnen die Versiegelung zu entfernen, soweit alles kein Problem und auch recht zügig erledigt doch als es dann um die Demontage der Klemmleisten auf den Profilen geht stehen die fünf doch eher ratlos rum (ist oftmals wirklich nicht leicht dahinter zu kommen, wie man die los bekommt), aber mit einer Säge geht das schon. Damit war dann aber noch lange nicht das Problem gelöst wie den die Scheibe auszubauen sei, es wurde sich dann für die einfache Lösung entschieden und der Hammer benutzt. Der Einbau der neuen Scheibe schien einfacher bis zu der Montage der Klemmleisten, die ja zuvor abgesägt wurde und so mit nicht wieder aufgesteckt werden konnten, aber getreu dem guten alten Handwerkermoto „Silikon, Silikon macht das schon“ waren auch diese nach auftragen von ein zwei Kartuschen wieder dran. Den Austausch der zweiten Scheibe konnte ich leider nicht beobachten, ging wohl aber etwas schneller und die Jungs waren dann so um 1400 mit der Arbeit fertig, hauen ab und lassen ihren Müll und die Reste der Scheibe liegen. Fünf neue Statisten betreten das Dach, die Reinigungskolonne. Ist schon verwunderlich warum man erstmal eine Viertelstunde diskutieren muss, bevor man mit der Reinigungstätigkeit anfängt. Und auch erstaunlich wie lange es dauern kann bis die Überreste einer Scheibe beseitigt sind.

 

Ich fand es einfach nur interessant die Szene und zu beobachten. Ich kenne ja nun auch die Arbeitsweise auf deutschen Baustellen und das ein oder andere ähnelt sich doch sehr, allerdings ist die Anzahl der Beteiligten meist geringer. Mein Kollege kommentierte die Situation mit den Worten „Too many people, not enough work, everyone is doing a little.“

 

Servus, Bussi & Baba

 

die 5 freundeDie Putzkolonne

 

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