Tine ist schul(z)d

Beijingente goes Peking
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Schulle! England.

July 29, 2007

So, die erste Woche ist rum und es war wieder eher alles aufregend und leicht überfordernd. Am Montag, hab ich mich dann, trotz dem immer noch anwesenden Mr. Jet Lag, um 0700 Uhr aus dem Bett gequält um mit, dem fröhlich grinsend seine schlechten Zähne präsentierenden, Herrn Tiger zum Office zu fahren und auf dem Weg noch schnell ein typisch chinesisches Frühstück genießen zu können (Reisklumpen mit Irgendwas drin und warme Sojamilch).

Wie könnte es auch anders sein, aber der erste Arbeitstag war unerträglich. Zwar wurde ich wieder mit Applaus von meinen Kollegen empfangen, aber Kommunikation ist quasi unmöglich. Einerseits sind deren Englischkenntnisse eher rudimentär und andererseits trauen sie sich einfach nicht und sind sehr zurückhaltend. Richtig lustig wurde es als ich dann meinen Rechner hochgefahren habe. Windows auf Englisch?! Denkste, nein alles chinesisch und alle Anwendungen natürlich auch.  Einige Stunden und Downloads später war dann alles in einer mir mehr oder weniger verständlichen Sprache installiert, ist doch egal ob französisch englisch oder deutsch, Hauptsache ich kann es lesen. Das Arbeitsklima ist dem Anschein nach  eher familiär, locker und von einer flachen Hierarchie geprägt. Mittag wird gemeinsam und auf Firmenkosten gemacht, Donnerstag wird Badminton oder Pingpong gespielt und mal den Kopf für eine halbe Stunde auf die Tischplatte legen ist auch okay. Bei dem gemeinsamen Mittagessen weiß ich zwar wie immer nicht was ich da zu mir nehme, aber schmecken tut es und meine Versuche mit den Essstäbchen klar zu kommen, tragen zur lockeren Atmosphäre bei. Ach ja und der schöne Ipod läuft im Dauerbetrieb, versteh ja eh nicht was um mich herum passiert also lieber Stöpsel rein und gut.

 

Dienstag dann ganz alleine, abgesehen von der Herde arbeitswütiger Chinesen, mit der U-Bahn  zur Arbeit. Lecker wie das schon morgens in den Stationen duftet, eine Mischung aus warmer, dunstiger von Garküchen und Knoblauchfahnen geschwängerter Luft schlägt mir entgegen.  Klitschnass geschwitzt komm ich also nun jeden Tag der Woche im Büro an. Das schlimme daran ist, ich fange an zu stinken, Chinesen aber nicht, liegt wohl am Essen?!

 

Guter Übergang, es kündigt sich nämlich der nächste Besucher an, anscheinend steht der Besuch von Mr. Ma Geln Klampf  verheiratet mit Mrs. Milglene, aber immer recht freundlich tun und lächeln, schließlich will ich ja die Chinesen nicht enttäuschen. Die Deutschen haben hier eh sonder Status und sind hoch angesehen, kommt mir jedenfalls so vor.

Wie wir ja alle seit der Klimawandeldiskussion wissen, sind die Kühe wegen ihrer hohen Methan Produktion in den sieben Mägen Klimakiller #1, aber die letzten Tage hab ich mein Teil dazu bei getragen es uns ein bisschen gemütlicher auf unserem schönen Planeten zu machen. Ich wusste gar nicht das Mensch im halb Minutentakt aufstoßen kann, aber er kann und das richtig. Schulle, England und Südeuropa, aber ich kann wirklich nichts dafür, es liegt wohl auch am Essen.

 

Seit Dienstag darf ich mich auch produktiv am Arbeitsalltag beteiligen, nämlich eine Schule in Qingdao (Tsingtao, ehem. Deutsche Kolonie) entwerfen, das passt doch gut. Papier und Bleistift zur Hand und los. Nachmittags dann mal Besprechung (haha) mit den zwei Kollegen die am selben Projekt arbeiten und siehe da die Chinesen entwerfen irgendwie anders, mehr so nach Fassade und Bildern, und weniger nach Funktion, Kosten (egal) und tatsächlichem Flächenbedarf. Falsch gemacht hab ich trotzdem alles, da wirklich auf z.B. Nord-Südausrichtung und so Feng-Shui Kram wert gelegt wird… Also alles neu und diesmal besser?!  Siehe da es gefällt und Chef bastelt auf Grundlage meines Entwurfes einen Eigenen. Kopieren können sie ja!

 

Dass sich selbst der Wochenend-Einkauf inkl. Taxifahrt als abenteuerlich erweißt könnt ihr Euch ja sicherlich vorstellen. Da ich den Carrefour, wo ich das einemal mit Tiger war, nie wieder finden werde, bin nämlich am Samstag zum Wal-Mart (sorry dafür) und das schöne ist, ich finde den Laden hier genauso übel wie bei uns und chinesische Kassiererinnen sind Schnecken. Wenigstens konnte der Taxifahrer meine selbst geschriebene (chinesisch) Adresse lesen und hat mich dahin gebracht wo ich hin wollte, zu meinem Apartment und das für schlappe 1,80€.

Sauber machen werde ich auch nie wieder, eine Stunde Putzfrau 0,90€, also warum selber schwitzen.

 

Servus, Bussi & Baba

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…die Erfahrung, unbezahlbar! Part 2

July 21, 2007

Ich also am Freitag ganz auf mich allein gestellt, hab ich mir gedacht warum nicht mal ein bisschen Sightseeing und gucken ob ich hier mit dem U-Bahn fahren klar komme. Gesagt getan, die U-Bahn Station der Linie 1 (Ost-West) ist vor der Haustür, Ticket brauch ich nicht, hab eine 50¥ Karte, rein in die nächste Bahn und da die Beschilderung der U-Bahnhöfe auch „normal“ ist wieder raus am Platz des Himmlischen Friedens. Hilflos und Orientierung suchend stehe ich vor einem schönen Übersichtsplan der Verbotenen Stadt und werde von äußerst zuvorkommenden netten chinesischen Studentinnen(3) auf gutem Englisch angesprochen (ja da freut man sich doch, Menschen mit denen man reden kann.) und zack schnappt die Falle zu. Wir schlendern also ein bisschen durch die Gärten und durch heruntergekommene Altstadt, vorbei an einem „Chinesische Teezeremonieladen“ wo meine nette Begleitung dann meinte, dass man das ja mal ausprobieren sollte. Rein in den Laden und war ja auch alles ganz nett und interessant und mal so ein paar verschiedene Tees probiert. Haha, schmeichel, netter Smalltalk blablabla… Die Rechnung bitte! Ups, ne kann ja jetzt nicht wahr sein alles zusammen 2200¥ Schluck! Hmm! Haben uns dann auf die Hälfte geeinigt, aber wie das so mit Frauen (BUWWs) ist und ich ja schließlich die Kreditkarte habe, bleibt doch der größere Teil an mir hängen. Vielleicht kann ich das ja als Spende steuerlich geltend machen. HAHAHA!

Jedenfalls bin ich nun stolzer Besitzer einer etwa 10cm großen, wundervoll gearbeiteten Teekanne aus Ton und um eine unbezahlbare Erfahrung reicher.

In diesem Sinne, Never trust a bitch

Servus, Bussi & Baba

Ich geh dann mal los mich wieder übers Ohr hauen lassen! Bis bald.

Das gute Stück

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Lost in translation

July 20, 2007

Lost in translation
Ja fühle mich gerade wie Bill Murray, nur Schade das die Johannson noch nicht da ist!

Bin gut angekommen und innerhalb der drei Tage die ich nun hier bin habe ich schon mehr soziale Kontakte gehabt als in zwei Jahren Bremervörde, fing schon während der vier Stunden Wartezeit in Helsinki an. (Klemens, wie sieht es bei Dir aus, schön eine nette Bäuerin kennengelernt? Haha!)

17.07/18.07

Anscheinend lohnt es sich, sich mit der wenn auch schon älteren und nicht unbedingt attraktiven Dame am Check-In gut zu stellen, hatte einen schönen Gangplatz ohne Sitznachbar, dafür waren die Stewardessen auf der anderen Seite schöner. Aber wer zur Hölle will TMNT sehen?
Nach der pünktlichen Landung am Beijing Capital Airport und der problemlosen Einreise, steht Tiger, fröhlich grinsend seine schlechten Zähne präsentierend in der Wartehalle.
Und mal was locker angehen lassen kennen die hier nicht. Also schnell schnell zum Auto und los auf ins Office, schnell schnell. Mein erster Eindruck von Peking, der Verkehr geht ja mal gar nicht. Von wegen eine Nation der Fahrradfahrer. Stau, Stau und Chaos. Im Büro angekommen, werde ich erstmal präsentiert und alle klatschen. Peinlich? Nein, gar nicht, wahrscheinlich hätte ich mit meiner Gesichtsröte Peking ein Jahr mit Strom versorgen können. Ach und das mit der Kommunikation auf englisch ist auch so eine Sache. Hat Tiger doch glatt die ganzen Emails von seiner Frau schreiben lassen, aber die ist schwanger und arbeitet eh nicht da…. Es sprechen ungefähr 5 von 15 Leuten im Büro Englisch, aber eher alle so äh schlecht, dass wird ein Spaß… Werde also wohl doch mal mit dem chinesisch lernen anfangen müssen. Nachdem Tiger dann erstmal ne Fliege gemacht hat und ich schön eine Stunde nett vor mich hingrinsend (China das Land des Lächelns? Ja, die Deutschen könnte man auch als freundliches Volk bezeichnen.) im Büro saß und nicht wusste was ich machen soll, ging es dann mit Chance (Chef #1) zum HotPot essen wo Tiger (Chef#2) fröhlich grinsend auf uns wartete (s.o.). Essen, der Knaller. Stäbchen, geht so… Danach ging es dann in mein Apartment (s.u.), Powernapping, geil ist der 24h Aufzugservice, da stehen echt denn ganzen Tag kleine Chinesinnen im Fahrstuhl und fahren rauf und runter, so ganz ohne Tageslicht, was da wohl die Arbeitsstättenrichtlinie zu sage würde. Abends dann gleich wieder essen. Auch wieder Knaller und immer schön viel Bier dazu und wenn esse vorbei ganz schnell aufstehen und den Laden verlassen?! Seltsam, seltsam alles hier. Einkaufen ist auch eher eine Herausforderung hier, gibt zwar echt jeden Scheiß denn es bei uns auch gibt nur weiß man nicht das es derselbe Scheiß ist, weil man diese Hieroglyphen ja nicht lesen kann, aber über einen Einkaufswagen voll mit Irgendwas für ca. 30€ kann man ja nun nicht meckern.

19.07.

Besuch von Mr. Jet Lag! Abends nettes socializing in irgend so einer Spelunke in meinem Neighborhood mit einem Engländer.

Da mein Internetanschluss im Appartement nicht funtzt, geh ich mich jetzt mal Draußen auf die Suche nach einem offenen Netz machen, um das hier upzuloaden.

Servus, Bussi & Baba

Und morgen gibt es die lustige „Die teuerste Teekanne der Welt“ oder „Chrissie alleine unterwegs in Peking“ Geschichte.

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8€ für 60 min. Internet, 5€ für ein Bier und 23,10€ für 1l Jägermeister, das Erlebnis unbezahlbar!

July 17, 2007

Finland: Nur nicht geizig sein! wie ihr seht hab ich die erste Etappe schon geschafft. Und nun sitze ich hier schön im Helsinki Airport und muss die Zeit totschlagen, aber mit einem Liter Jägermeister sollte das kein Problem sein. HAHAHA! Ne, ist ja für Tiger die Flasche, hoffe nur das ich die nicht mit ihm austrinken muss.

Vielen Dank noch für Eure lieben Wünsche… Leichter fällt ein der Abschied damit aber nicht! Ist schon ein komisches Gefühl, jetzt wirklich unterwegs zu sein. Ahhhh!!!! Warum hab ich das bloß gemacht?! Nein, ich freu mich echt schon auf das was kommt, wenn auch mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

Servus, Bussi & Baba!

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Abschiedsparty 070707

July 12, 2007

So meine Lieben, hier jetzt also mein erster offizieller Blogeintrag und worüber könnte er besser handeln als über unsere prima Abschiedsparty. Anscheinend haben die ja alle ganz gut vertragen (bis auf eine Ausnahme s.u.) Ich fand es super (fast) alle beieinander zu haben und mit Euch zu feiern und das nicht nur wegen des Ipods. Wofür ich mich an dieser Stelle nochmals bei allen Beteiligten recht herzlich bedanken möchte. THX!

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