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Reunion, Peace & Happiness

Ob es sich um Werbung für Familienzusammenführung handelt, für Pandabären oder Kuchen, hat sich mir erst nach Tagen offenbart, nachdem ich in einer andere U-Bahnstation weitere Plakate der Serie entdeckt habe. Es ist Werbung für die vom Erdbeben betroffene Region Sichuan, die mit den knuddeligen Pandas den Tourismus wieder ankurbeln will.

Warum Papabär allerdings so aggro guckt bleibt offen. Vielleicht hat er von den psychoaktiven bunten Blumen um ihn herum genascht oder er hat einfach einen schlechten Tag.

Reunion, Peace & Happiness

Ueberall Olympia

So, will ich mich mal wieder zurück melden. Die letzten zwei Wochen hatte ich so einiges um die Ohren. Erstmal stand, neue Wohnung finden, neue Wohnung streichen und umziehen in neue Wohnung an, gefolgt von Olympia geprägten abendlichen Freizeitaktivitäten, sowie ein Haufen Arbeit auf der Arbeit.

Olympia ist nun im vollen Gange und wie alle Medaillen hat auch diese ihre zwei Seiten. Meinem Empfinden nach, ist Peking i.M. eine lebenswertere Stadt, die Luftqualität hat sich sehr verbessert und auch der Verkehr ist i.M. erträglich. Anderseits wimmelt es hier nur so von dicken meist zudem hässlichen Ausländern und da sag nochmal einer die Chinesen hätten keine Visa erteilt. Und manche lieb gewonnen Institutionen sind (hoffentlich) temporär nicht verfügbar, wie schon der öfters erwähnte DVD Laden sowie die ganzen kleinen dreckigen Fressstände und Spießchengrills…
Olympia ist jedenfalls ist überall, ob in der U-Bahn (nicht nur in den Stationen, sondern auch im Zug), am Flughafen oder im Bus, es wird live gesendet und sobald das chinesische Team beteiligt ist, auch entsprechend mitgefiebert. Bei wichtigen Events wird auch im schon mal im Büro geschaut.

Olympia gucken in der U-Bahn

Eigentlich schade, dass ich mich nie um Tickets gekümmert habe, aber nun ist zu spät und ich werde keinesfalls mein liebes Geld einem Schwarzhändler in den unersättlichen Rachen werfen. Wie den lokalen Medien zu entnehmen ist, wird gegen Schwarzhändler inzwischen vorgegangen und nicht nur gegen chinesische. Dafür haben wir jetzt ganz offiziell erworbene Karten für die Paralympics, für lächerliche 5 Euro das Stück.

Und dann gibt es ja auch noch exklusive Abendveranstaltungen, die man mit ein bisschen Glück und durch Beziehungen besuchen darf. Da gibt es dann sowas wie den “Bud Club”, ein von “Budweiser”, dem offiziellen Bier Sponsor, betriebener temporärer Club, in dem angeblich die coolsten Parties während der Spiele in Peking stattfinden. Für eine temporäre Institution schon sehr schick gemacht, es gibt eine Outdoor Area mit Pool, eine Lounge Area und einen Tanztempel, es werden Kungfu Performances gezeigt, das gratis Bier fließt in Strömen und man lauft Evander Hollyfield über den Weg und weiteren bekannten Persönlichkeiten aus der Sportwelt, aber ich kenne die ja eh alle nicht und außerdem wenn interessiert das schon wenn es Bier umsonst gibt.

CLUB BUD 2

CLUB BUD 1

Am Abend als Usan Bolt für Jamaica schneller als alle Anderen lief (sah das lässig aus), hat sein Sponsor PUMA eine Party mit Konzert von Julian Marley, dem Sohn von Bob, geschmissen. Wo man dann wiederum dem Vater der chinesischen Rockmusik, Cui Jian, über den Weg laufen konnte, den außer mir hier anscheinend jeder kennt, egal wollte auch mal Bild mit einem Rockopa haben (aus ästhetischen Gründen stelle ich das mal nicht ins Netz). Klick! So kommt man auch an seine ganz speziellen Olympia Erinnerungen fast ganz ohne Olympia.

PUMA

Julian Marley and Crew

Jah Jah is real!

Danke Mao

Da muss man erstmal nach Peking fahren um mal wieder eine richtig gute Punkrock Show zu sehen. Am Freitag war also die wohl bekannteste chinesische Band der Szene auf der Heimatbühne im Mao zu sehen und zu hören, Brain Failure. War eine richtig gute Show und die Jungs scheinen richtig Spass gehabt zu haben, wie das Publikum auch, zu mal die live Performance um einiges kraftvoller, besser und punkiger ist. Dem chinesischen Freund meiner Kollegin hat es auch gefallen, lag vielleicht auch daran das ich ihn ständig mit Bier gefüttert habe, hehe. Danach gab es dann für mich woanders noch ein paar Bier mehr allerdings ohne Freund der Kollegin, dafür aber mit einer mir bekannten und zufällig auch auf dem Konzert anwesenden Amerikanerin und ihrem blöden Date. Womit der Abend dann ja eigentlich auch mit der Taxifahrt nach Hause friedlich im Bett mit pfeifenden Ohren hätte enden können, aber kommt ja immer anders…

Zu hause war ich ja auch beinahe schon, noch schnell für das Frühstück im 24h Laden um die Ecke eingekauft und vor der Tür stehend stelle ich fest, dass ich wohl meinen Schlüssel vergessen habe. Dilemma, Dilemma! Durch eine glückliche Fügung hatte ich jedoch mein Reisepass onboard und konnte so wenigstens zum dem Wärme und Geborgenheit versprechenden bunt leuchtenden Hotel, welches mich immer so nett an leuchtet wenn ich aus meinem Apartmentfenster gucke, laufen und musste so die bitter kalte Nacht nicht auf der Straße verbringen und konnte mein Apartment von außen betrachten. Immerhin weiss ich, dass ich das Licht nicht habe brennen lassen.

Mach gut

Apartment HotelHotel Apartment

 

Golden Week – der Rest

Während der arbeitsfreien Woche gab es natürlich noch weitere Highlights. Angefangen mit der Talib Kweli Show am Montag. Lustiger weise hab ich vor dem Konzert meine amerikanischen Nachbarn getroffen, so wurde das zu einem recht lustigen Abend. So gerne ich Talib ja nun mag, die Show war aufgrund einer miesen Akustik nicht so der Hammer und das Ticket mit 180¥ hier schon eine Hausnummer. Erschreckend auch, dass man sich dort mal so überhaupt nicht in China gefühlt hat, ein Großteil des Publikums waren nämlich Expats. Die zweite Band, Ozomatli, haben trotz schlechter Akustik ordentlich Party gemacht. Lateinamerikanisch beeinflusste was auch immer Musik. Da hab sogar ich das Bein geschwungen. Donnerstag gab es dann noch mehr Musik, nämlich das Modernskyfestival im Haidian Park. Bin dort mit zwei meiner Arbeitskolleginnen hin gefahren. War ein nettes Festival mit viel chinesischer Musik, vielen hübschen Chinesinnen, Bier (5¥) und am Nachmittag dann schön Regen, Spaß gemacht hat es trotzdem.

Freitag gab es dann nochmal Sightseeing, Kultur, Architektur und Regeneration. Angefangen mit dem Neubau des Grand National Theaters von Paul Andreu. So richtig überzeugend finde ich das Ding nicht, sieht aber schon ganz gut aus wie das so im Wasser schwebt. Die Wasserfläche darf allerdings nicht betreten werden, weshalb eine Vielzahl mit Trillerpfeifen bewaffneter Wachleute um das gesamte Gebäude postiert sind und so eine ganz eigene Art von Theater entsteht. Anschließend ging es dann auf den völlig überfüllten Platz des himmlischen Friedens, aber muss man sich ja auch mal geben. Was die ganzen Menschen dort hin treibt, bleibt mir ein allerdings ein Rätsel, da kann ich mich auch auf den blöden Simeonsplatz in Minden stellen, da hab ich wenigstens meine Ruhe haha.

Bei den drei folgenden Park besuchen, könnte allerdings schön entspannt und durch geatmet werden, sagenhaft was so ein paar Bäume ausmachen.

Zhongshan Park, ein netter kleiner Park direkt angrenzend an die Verbotene Stadt, mit dem Altar der Erde und des Korns. Korn gab es keinen, aber dafür eine tolle Orchideen Ausstellung.

Jingshan Park, der höchste Punkt im Zentrum Pekings, mit einem wunderbaren Blick über die Verbotene Stadt und den ganzen Rest.

Beihai Park, ein großer See, ein alter Palast aus der Yuan Dynastie und eine 36m hohe weiße Pagode. Sehr schön auch als es dann dunkel und die Gebäude illuminiert waren.

 

Bussi

 

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Büroeröffnung gmp

mein ADSL-Modem hat vor einiger Zeit den Geist aufgegeben, daher die lange Abstinenz.

Das hier sehr bekannte und renommierte deutsche Büro gmp ist innerhalb Beijings in neue, schöne Räumlichkeiten umgezogen und hat dies zum Anlass genommen eine doch recht ordentliche Party zu schmeißen. Die Party war auch recht ordentlich und da ja alles umsonst, ich am Ende ordentlich betrunken.

Das kuriose an der ganzen Sache ist das Herr Gerkan hier quasi den Status eines Popstars hat und ich denke unter chinesischen Studenten ein höheren Bekanntheitsgrad hat als in Deutschland. So war auch eine kleine Gruppe chinesischer Studenten anwesend die sich entsprechende Bücher haben signieren lassen. Ich hab ihm nur die Hand geschüttelt.

 

Servus, Bussi & Baba

Der alte Mann